Aigners Arbeit bewegt sich in jenen Zwischenräumen, in denen Geste und Erinnerung, Körper und Form, Text und Material in Korrespondenz treten. Ihre Oberflächen, Tonplatten mit Ritzungen, Ausschnitten, Silhouetten von Füßen, Fingern, Nasen oder Ohren, richten den Blick nicht auf Abbild oder Anatomie, sondern auf die Spur: Körperfragmente werden zu Zeichen, die mehr von Abwesenheit erzählen als von Präsenz. Leerstellen werden zu Speicherorten von Verlust und Bedeutung; das, was fehlt, spricht oft lauter als das, was sich zeigt.