Sophia Leitenmayer | Raummoden

Eröffnung: Freitag, 13. März 2026 19h
Sound-Performance: RRNI und N:in 22h

Midissage: Sonntag, 22. März 2026, 15-19h
Buchpräsentation: INDEX F 17h

Finissage: Sonntag, 29. März 2026 15-19h
Sound Performance: Fngr Fuia 17h

Ausstellung: bis 29. März 2026, Besuch außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung

Raummoden präsentiert eine 16-kanalige DIY-Ambisonics-Installation, die sechzehn öffentliche Räume in 360°-Aufnahmen zu einer räumlichen Komposition verschränkt. Sechzehn improvisierende Musiker:innen begegnen sich in einem 3D-Raumklang der dritten Ordnung, der urbane Hörsituationen als Klangarchitektur erfahrbar macht. Ausgangspunkt sind Gespräche über „nonaggressive music deterrents“, invasive Sound-Erfahrungen, sonic weapons und Fragen nach klanglicher Selbstbestimmung. Die Ausstellung wird begleitet von Vernissage, Buchpräsentation und einer abschließenden Sound Performance.

Musiker:innen der sechzehn 360°- Aufnahmen in öffentliche Räumen: Cristina Rüesch, Christopher Loy, Szerafina Schiesser, Julia Romás, Renas Selim, Priyanka Sarkar, Vimbs Mavimbs, Junya Fujita & Sophia Leitenmayer, Nuno Flores, Leonie Malz, Giulia Dalicco, Paulina Laskowski, Christine Krammer, Isay Ramirez, Luciano Correa

Spatialisierungsprogrammierung Agustín Issidoro / Lautsprecherdesign ‚snappi‘ Jacob Sello und Ligeti Zentrum / Rauminstallation Assistenz und Posterdesign Carlos León Zambrano / besonderer Dank an Jori Kehn, Louis d‘Heudières, Grégory Beller und Galerie Oel-Früh

Artist Book INDEX F , 2024

Das Buch „INDEX F“ vereint auf Bild- und Textebene ein Verzeichnis fingerbezogener Notationen und Themen. Dafür nimmt es den verstümmelten Zeigefinger der Künstlerin als Bezugspunkt – es ist eine Enzyklopädie mit einem musikalischen Index „f“ zwischen den Zeilen (z. B. „f“ als Abkürzung für forte), es kreist um die Themen Verbindung, Synergien, Leere, Improvisation, Lärm, Trauer, Zeit und Raum der Zerbrochenheit, Systeme, die sich weigern zu funktionieren, Transformation der Stille, Wunden und körperliche Konfrontation.

„In diesem Fall der Textproduktion ist es eine Handschrift entlang einer Fingererinnerung, die Quelle meines individuellen und kollektiven Körperwissens. Ich sortiere die Stücke immer wieder neu, erzähle mir selbst neue Narrative, vermische Geschichten und gebe dem Archiv als Form und Medium eine eigene symbolische Ordnung. Es fühlt sich an wie Traumarbeit oder der unheimliche unbewusste Prozess der Verstoffwechselung der Welt, während man sichtbare und unsichtbare Bruchstellen anerkennt. Es ist ein Spiel mit humorvollen Objekten der Begierde und der Vorstellung von Wahrnehmungsprothesen, langsamen Werkzeugen für einen erweiterten Körper.“ (Sophia Leitenmayer – INDEX F, Seite 10)

Die erste Auflage des Buches wird im April 2026 veröffentlicht, zur Midissage am 22. März gibt es ein Dummy zu sehen und das Buch kann direkt vorbestellt werden.

Sophia Leitenmayers Arbeit bewegt sich an Schnittstellen von Sound, Performance, Objekten und Video. Kollektive und interdisziplinäre Ansätze sind ein integraler Bestandteil ihrer Praxis.

Web: www.sophialeitenmayer.de Instagram: @sophia.fngr

Fotos © Edward Greiner