Aussichten und Abgründe

Julia Fuchs | Tina Henkel | Alexander Rischer initiiert von Gustav Mechlenburg

Ausstellung bis 28. Mai 2022 Öffnungszeiten: Do-Fr 18-20h sowie nach Vereinbarung
Finissage: Sonntag, 29. Mai 2022 15-18h

Die Ausstellung »Aussichten und Abgründe« thematisiert den Standort der GalerieOel-Früh im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort. Das gewachsene Gefüge zwischen Marckmannstraße und Vierländer Damm aus Gewerbe- und Wohnbauten sowie dem mittlerweile abgebrochenen Zollamt ist derzeit einem städtebaulichen Wandlungsprozess unterworfen, der sowohl die Galerie als auch einen ihr gegenüber gelegenen Kirchenbau betreffen wird. Der markante Turm der Kirche St. Erich, errichtet zwischen 1961 und 1963, ist vom Hof vor der Galerie aus zu sehen und mutet wie eine »Himmelfahrtsrampe« an oder erinnert an eine Sprungschanze.

Den Künstlerinnen Julia Fuchs und Tina Henkel und dem Künstler Alexander Rischer dient diese lokale Situation als Ausgangs- und Angelpunkt für ihre gemeinsame Ausstellung. Sie entwickeln, inspiriert von der Form des Kirchenbaus und angeregt durch die historische und aktuelle Entwicklung des sich im Wandel befindlichen Stadtteils ein vielschichtiges Setting.

Julia Fuchs (*1980) hat Illustration an der HAW und Freie Kunst an der HFBK studiert. Sie beschäftigt sich mit der Idee verschiedene räumlichen Verhältnisse in Malerei und Zeichnung gleichzeitig abzubilden. Auf diesem Wege können verschiedene Konzepte von Wahrnehmung abgebildet werden, so dass Wiedersprüche und Brüche sichtbar werden können.

Tina Henkel (*1993) ist Teil der Studios für Experimentelles Design an der HFBK Hamburg bei Jesko Fezer und hat Grafikdesign studiert. In ihrer Praxis arbeitet sie ausschließlich in Gruppenstrukturen. An der Schnittstelle zwischen Kunst und Design entstehen Arbeiten, welche gesellschaftspolitischen Fragestellungen nachgehen und versuchen gestalterische Antworten, mit Betroffenen zu eruieren.

Alexander Rischer (*1968) ist bildender Künstler und Musiker. Er arbeitet in seiner Fotografie fast ausschließlich mit den klassischen analogen Mitteln; sein Interesse gilt einer verwinkelten Geschichtsschreibung als Narration, einer Art Feldforschung, in der es nicht um beweisführende Zuspitzungen, sondern mehr um das Eröffnen von Wahrheiten geht, die offiziell und jenseits der Bilder auch als unrichtig gelten können.