Ausstellung: bis 22. Februar 2026, Besuch außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Till Bick (*1982, lebt und arbeitet in Hamburg), Tonio Mundry (*1984, lebt und arbeitet in Berlin)
Mit „Fragile Topographien“ bringen Till Bick und Tonio Mundry zwei künstlerische Positionen zusammen, die Landschaft nicht als statisches Abbild, sondern als prozesshafte, technisch vermittelte Konstruktion begreifen. Die Ausstellung untersucht, wie Natur, Erinnerung und Wahrnehmung durch analoge Verfahren und digitale Bildsysteme geformt, übersetzt und rhythmisiert werden.
Till Bicks Arbeiten loten das Spannungsfeld zwischen archaischer Materialität und digitaler Projektion aus: In verschiedenen grafischen und skulpturalen Ausdrucksformen – von Holzschnitten und Bronzereliefs bis zu Video-Loops – transformiert er topografische Spuren, oft aus einer entfernten, technisch vermittelten Perspektive, zu seriellen Bildräumen. Ein Bronzerelief findet dabei sein Gegenstück in einer Hologrammprojektion, ein digitaler Zwilling, der seine feste Form in flüchtige Lichtpartikel auflöst. So entstehen Werke, die wie Sedimente einer ungreifbaren Geografie wirken: Schichten aus Daten und Material, die zwischen kartografischer Präzision und den Echos entlegener Räume oszillieren.
Tonio Mundrys Werkserie „Synthetic Nature“ basiert auf generativen Bild- und Videomodulen, die aus 3D-Scans, fotografischem Material und algorithmischen Transformationen entstehen. Die Arbeiten zeigen synthetische Landschaften, die zwischen Simulation und malerischer Anmutung oszillieren. In leisen Loops entfalten sich fragile, instabile Naturbilder, die weniger dokumentieren als eine maschinelle Perspektive auf Umwelt entwerfen. Mundrys Arbeiten verhandeln Natur als algorithmische Spur – flüchtig, rekonstruiert und stets im Wandel.
Gemeinsam machen Bick und Mundry die Abhängigkeit digitaler Bildwelten von materiellen, energetischen und ökologischen Grundlagen sichtbar. „Fragile Topographien“ versteht technologische Bilder nicht als autonome Systeme, sondern als sensible Gefüge, in denen analoge und digitale Prozesse, menschliche Wahrnehmung und maschinelle Logik untrennbar ineinandergreifen. Die Ausstellung eröffnet einen Raum, in dem Landschaft als instabile Schnittstelle zwischen Natur, Technologie und Imagination erfahrbar wird.
Till Bicks bildnerische Praxis bewegt sich zwischen Zeichnung, Holzschnitt, skulpturalen Relief- und Videoarbeiten . Sie folgen den Spuren kartografischer Strukturen, serieller Transformation und rhythmischer Prozesse. Aus Linien, Flächen und Schichten entstehen visuelle Topografien – Verdichtungen von Zeit, Material und Wahrnehmung. Bick schloss sein Studium der Kunst an der HfbK Hamburg 2014 bei Pia Stadtbäumer, Gereon Krebber und Achim Hoops mit dem Master ab.
Tonio Mundry erforscht in seiner bildnerischen Praxis die Idee einer „synthetischen Natur“ – generative Bildwelten zwischen Simulation, Bewegtbild und Malerei. Seine Arbeiten entstehen an der Schnittstelle von Algorithmus und Wahrnehmung, wo digitale Prozesse organische Formen hervorbringen und natürliche Strukturen sich in künstliche übersetzen lassen . Mundry schloss sein Studium der Freien Kunst an der Bauhaus Universität in Weimar 2015 bei Norbert Hinterberger mit dem Diplom ab.
Eröffnung: Freitag, 13. Februar 2026 19h
Sound-Performance: Jean Konrad 21h
Midissage: Mittwoch, 18. Februar, 18-21h
Finissage: Sonntag, 22. Februar 2026 15-19h
Ausstellung: bis 22. Februar 2026, Besuch außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Till Bick (*1982, lebt und arbeitet in Hamburg), Tonio Mundry (*1984, lebt und arbeitet in Berlin)
Mit „Fragile Topographien“ bringen Till Bick und Tonio Mundry zwei künstlerische Positionen zusammen, die Landschaft nicht als statisches Abbild, sondern als prozesshafte, technisch vermittelte Konstruktion begreifen. Die Ausstellung untersucht, wie Natur, Erinnerung und Wahrnehmung durch analoge Verfahren und digitale Bildsysteme geformt, übersetzt und rhythmisiert werden.
Till Bicks Arbeiten loten das Spannungsfeld zwischen archaischer Materialität und digitaler Projektion aus: In verschiedenen grafischen und skulpturalen Ausdrucksformen – von Holzschnitten und Bronzereliefs bis zu Video-Loops – transformiert er topografische Spuren, oft aus einer entfernten, technisch vermittelten Perspektive, zu seriellen Bildräumen. Ein Bronzerelief findet dabei sein Gegenstück in einer Hologrammprojektion, ein digitaler Zwilling, der seine feste Form in flüchtige Lichtpartikel auflöst. So entstehen Werke, die wie Sedimente einer ungreifbaren Geografie wirken: Schichten aus Daten und Material, die zwischen kartografischer Präzision und den Echos entlegener Räume oszillieren.
Tonio Mundrys Werkserie „Synthetic Nature“ basiert auf generativen Bild- und Videomodulen, die aus 3D-Scans, fotografischem Material und algorithmischen Transformationen entstehen. Die Arbeiten zeigen synthetische Landschaften, die zwischen Simulation und malerischer Anmutung oszillieren. In leisen Loops entfalten sich fragile, instabile Naturbilder, die weniger dokumentieren als eine maschinelle Perspektive auf Umwelt entwerfen. Mundrys Arbeiten verhandeln Natur als algorithmische Spur – flüchtig, rekonstruiert und stets im Wandel.
Gemeinsam machen Bick und Mundry die Abhängigkeit digitaler Bildwelten von materiellen, energetischen und ökologischen Grundlagen sichtbar. „Fragile Topographien“ versteht technologische Bilder nicht als autonome Systeme, sondern als sensible Gefüge, in denen analoge und digitale Prozesse, menschliche Wahrnehmung und maschinelle Logik untrennbar ineinandergreifen. Die Ausstellung eröffnet einen Raum, in dem Landschaft als instabile Schnittstelle zwischen Natur, Technologie und Imagination erfahrbar wird.
Till Bicks bildnerische Praxis bewegt sich zwischen Zeichnung, Holzschnitt, skulpturalen Relief- und Videoarbeiten . Sie folgen den Spuren kartografischer Strukturen, serieller Transformation und rhythmischer Prozesse. Aus Linien, Flächen und Schichten entstehen visuelle Topografien – Verdichtungen von Zeit, Material und Wahrnehmung. Bick schloss sein Studium der Kunst an der HfbK Hamburg 2014 bei Pia Stadtbäumer, Gereon Krebber und Achim Hoops mit dem Master ab.
Tonio Mundry erforscht in seiner bildnerischen Praxis die Idee einer „synthetischen Natur“ – generative Bildwelten zwischen Simulation, Bewegtbild und Malerei. Seine Arbeiten entstehen an der Schnittstelle von Algorithmus und Wahrnehmung, wo digitale Prozesse organische Formen hervorbringen und natürliche Strukturen sich in künstliche übersetzen lassen . Mundry schloss sein Studium der Freien Kunst an der Bauhaus Universität in Weimar 2015 bei Norbert Hinterberger mit dem Diplom ab.