Nils Knott

Keine Bewegung und niemand wird verletzt

Skulpturen


Der Künstler Nils Knott (*1973) zeigt ab dem 18. Juli seine phantastischen Figuren in der Galerie Oel-Früh. Verschiedene Wesen aus Holz und anderen Materialien verwandeln die Räume der Galerie mit Witz und Einfallsreichtum in einen anderen Planeten.
Nils Knott fertigt menschenähnliche Wesen, die durch Überspitzungen und
Zerrungen zu Mutanten der Menschheit werden. Zumeist formt ein dicker Bauch die Figuren und teleskopartige Beine mit angesetzten Klumpfüßen sorgen für die Bodenhaftung. Da manche der Wesen unter starken Haltungs- schäden leiden benötigen sie zusätzliche Stehhilfen. Weitere charakt-eristische Merkmale sind die Lappenbrüste, die den Damen der Runde über den Bauch hinab hängen, dazu kommen Überbisse und stark ausgeprägte unterschiedliche Armlängen.

Das Grundmaterial der Skulpturen ist vorwiegend Holz, doch gibt es auch Mutanten, die sich aus verschiedenen Materialien zusammensetzen. So entstehen beispielsweise Mischwesen, an deren neuen Körper amputierte
Dinosaurierextremitäten vorzufinden sind. Sie tauchen als Einzelwesen sowie in der Gruppe auf. Einige von ihnen fahren merkwürdige Gefährte.

Die Mutanten präsentieren uns eine sehr anschauliche und erfindungsreiche Welt, in der Absurditäten der Menschen mit witzigem und zynischem Blick umgestzt werden. Die Figuren bauen durch ihre vordergründige Unschuldig- keit eine Bindung zum Betrachter auf. Durch diese entstehen plötzlich Momente der Einsamkeit und Isolation und so mach ein Wesen präsentiert sich vom Neuen. Seine Arbeiten spielen mit dem Kontrast des Einzel- gängertums und einer freundschaftlichen Bindung zugleich, so dass der Betrachter sich in jedem Fall angesprochen fühlt.
Bereits im Mai zeigte der Künstler drei Figuren in der Galerie Oel-Früh, begleitend zur Ausstellung der Gruppe Ideal. Nun bespielt er alle Räume allein und hat somit die Möglichkeit, die Galerie Oel-Früh in einen andersartigen Planeten zu verwandeln.



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Nils Knott – Keine Bewegung und niemand wird verletzt

Ausstellung: Do. 19. Juli - Mi. 1. August 2007